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Wang Xizhe

Wang Xizhe beim Interview

... kam 1948 in Sichuan zur Welt. Während der "Kulturrevolution" führte er eine "Rebellengruppe" der Roten Garden, 1968 kam er deshalb erstmals in Haft. Zusammen mit Li Zhengtian und Chen Yiyang verfasste Wang Xizhe 1974 in Kanton - unter dem aus den drei Namen gebildeten Pseudonym Li Yizhe - das Manifest "Demokratie und Rechtssystem im Sozialismus", das von offizieller Seite kritisiert, aber auch im ganzen Land bekannt wurde. 1977 wurde Wang zusammen mit anderen Mitgliedern der Gruppe neuerlich inhaftiert, aber im Januar 1979 freigelassen und offiziell rehabilitiert.

Wang schloss sich unverzüglich der Demokratiebewegung an, gab in Kanton (Guangzhou) eine unabhängige Zeitschrift heraus und nahm 1980 zusammen mit Xu Wenli und anderen an der "Ganjiakou-Konferenz" teil, die die Gründung einer Oppositionspartei diskutierte. U.a. deshalb wurde er im April 1981 verhaftet und schließlich zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt.

1997 gelang es ihm, in die USA zu flüchten, wo er in der Nähe von San Francisco lebt. In der Exilbewegung nahm Wang eine unabhängige "linke" Position ein. Andere Aktivisten kritisierten seine positiven Äußerungen über Mao, über einzelne Aspekte der "Kulturrevolution" oder über (den gestürzten Ex-Bürgermeister von Chongqing und Neo-Maoisten) Bo Xilai. Wang selbst bezeichnet sich als "Sozialdemokraten", der den "kapitalistischen Weg" der heutigen chinesischen KP ablehnt.

 

 

Interview mit Wang Xizhe (am 12. Juni 2014 in einem Hotel in Berkley, Kalifornien)

Hier finden Sie den chinesischen Text des Interviews (Übersetzung folgt).


Schrift:

Die chinesische Demokratiebewegung 1978-1981 – Erinnerungen der damaligen Akteure

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