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Huang Xiang

Huang Xiang (2014 in seiner Wohnung in Queens, beim Rezitieren des Gedichts "Ein Lob der Mauer der Demokratie")

 ...geb. 1941 in der Provinz Hunan, war Sohn eines Guomindang-Generals, der kurz nach der Gründung der Volksrepublik von den Kommunisten hingerichtet wurde. 1956 übersiedelte seine Familie nach Guizhou, Huang arbeitete als Lehrling und Fabrikarbeiter, 1958 schrieb er seine ersten Gedichte, die für nationale Lyrik-Wettbewerbe ausgewählt wurden, wurde schließlich Mitglied im Schriftstellerverband der Provinz, aus dem er 1959 wieder ausgeschlossen wurde.

Im Oktober 1978 fuhr er mit mehreren Freunden nach Peking, plakatierte Gedichte und Wandzeitungen in der Einkaufsstraße Wangfujing und an der "Mauer der Demokratie", gründete auf dem Tiananmen-Platz eine "Gesellschaft für Aufklärung" und publizierte auch eine Zeitschrift mit dem Titel "Aufklärung" ("Qimeng"). 1980 wirkte er auch in der Provinz Guizhou an der Gründung einer unabhängigen Zeitschrift mit.

Zwischen 1959 und 1990 verbrachte er unter vielerlei Anschuldigungen (meist politischer Natur) immer wieder in Gefängnissen und Lagern "zur Umerziehung durch Arbeit". Nach seiner letzten Freilassung 1990 schrieb er weiter an seinen Texten. 1997 konnte er zusammen mit seiner Frau in die Vereinigten Staaten ausreisen. Huang Xiang wurde danach zu zahlreichen Lesungen seiner Werke eingeladen, auch nach Europa und Australien. Nur einmal durfte er für einen kurzen Besuch nach China einreisen. Heute lebt er im New Yorker Stadtteil Queens.

 

 

Interview mit Huang Xiang (am 27. Mai 2014 in seinem Haus in New York/Queens)


Schrift:

Die chinesische Demokratiebewegung 1978-1981 – Erinnerungen der damaligen Akteure

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